Für Beschäftigte und Arbeitgeber
Überstunden: Brutto, Netto und Kosten
Aus Monatslohn und Wochenstunden ergibt sich der Stundenlohn. Wir rechnen die bezahlten Überstunden mit Ihrem Zuschlag dazu und zeigen, was netto mehr bleibt und was der Arbeitgeber zusätzlich zahlt.
Ergebnis
Erläuterung
Netto rechnen wir als Differenz zweier vollständiger Lohnabrechnungen: Monatslohn mit und ohne Überstunden, jeweils mit Lohnsteuer nach dem PAP 2026 und Sozialabgaben. Weil die Lohnsteuer progressiv ist, bleibt von den Überstunden meist ein kleinerer Anteil als vom normalen Lohn. Ob Überstunden bezahlt oder mit Freizeit ausgeglichen werden, regeln Arbeits- oder Tarifvertrag.
Hinweis: Richtwert, keine Rechts- oder Steuerberatung
Diese Berechnung beruht auf den allgemeinen gesetzlichen Regeln und den für 2026 veröffentlichten Werten. Sie ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Lohnabrechnungsberatung. Tarifverträge, Arbeitsverträge und Betriebsvereinbarungen können günstigere Regeln vorsehen.
Quellen und verwendete Werte
| Größe | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| Stundenlohn aus Monatslohn | Monatslohn × 3 / (13 × Wochenstunden) | Berechnungsweise |
| Höchstarbeitszeit | 8 Stunden pro Werktag, bis 10 mit Ausgleich | Arbeitszeitgesetz, § 3 |
| Steuerfreie Zuschläge (nur Nacht, Sonntag, Feiertag) | 25 % / 50 % / 125 % / 150 % | EStG, § 3b (Zuschläge für Sonntags-, Feiertags- oder Nachtarbeit) |
| Lohnsteuer und Solidaritätszuschlag | amtlicher Programmablaufplan 2026 | BMF – Programmablaufplan 2026 für die maschinelle Lohnsteuerberechnung (XML-Pseudocode Lohnsteuer2026, Version 1.0, Stand 23.10.2025) |
| Kirchensteuer | 8 % (BY, BW) bzw. 9 % der Lohnsteuer | EKD – Kirchensteuer: Hebesatz 8 % (Bayern, Baden-Württemberg) bzw. 9 % der Lohn- und Einkommensteuer |
| Weitere Quelle | BMF – Programmablaufplan 2026 für die maschinelle Lohnsteuerberechnung (XML-Pseudocode Lohnsteuer2026, Version 1.0, Stand 23.10.2025) | |
Quellen geprüft am 15. Oktober 2026.